Störungen  der Orientierung kommen in der Regel in Verbindung mit Bewusstseinsstörungen vor. Folgende Abstufung ist eine Hilfe, die Schwere der Orientierungsstörungen einzuschätzen:

•    zeitlich desorientiert

•    örtlich desorientiert

•    situativ desorientiert

•    zur Person desorientiert

Als Lernhilfe eigenet sich das Modell ZOSP: Z für zeitlich desorientiert, O für örtlich desorientiert, S für situativ desorientiert, P für zur Person desorientiert. Diese ZOSP-Regel besagt, das die Schwere der Orientierungsstörungen von oben nach unten (Z zu P) einzuschätzen ist.

Orientierungsstörungen sind meistens ein Hinweis auf organische Ursache, z.B. fortgeschrittene zerebrale Schädigung wie Morbus Alzheimer, vasuläre Demenz aber auch Vergiftungen und andere akut körperlich bedingte Krankheitsbilder, z.B. bei hohem Fieber.

Sie können jedoch auch psychogen bedingt sein z.B. in Begleitung von starken Affekten wie Angst, Panik, Erregung, Dämmerzuständen oder auch bei Schockerlebnissen. Bei den psychogen begründeten Störungsbildern kann das Bewusstsein unauffällig sein.