Hier finden Sie  Beispiele betreffend die mündliche Prüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie Protokolle – zur Verfügung gestellt von früheren Kursteilnehmern.
Die mündlichen Prüfungen dauern je nach Gesundheitsamt ca. 30 Minuten bis 1 Stunde  – in Ausnahmefällen auch bis zu 2 Stunden. Häufig ist zu beobachten, dass die Fehler aus der schriftlichen Prüfung vertieft hinterfragt werden.

Protokoll 1:
Einstieg: „Wie haben Sie ihre psychiatrisches Wissen erworben?“
Beschreiben Sie, woraus eine Anamnese in der Psychiatrie besteht.
Wo kommen im psychiatrischen Zusammenhang religiöse Phänomene oder Motive vor?
Dann kriegen wir über religiösen Wahn und Stimmenhören die Kurve zur Schizophrenie, Positiv- und Negativsymptome (Was ist das?), und vor allem zur Katatonie (Was heißt das eigentlich?
Die Katatonie will er in allen möglichen Ausdrucksformen beschrieben haben, auch die sprachlichen Phänomene (Verbigeration, Steretoypen, Echolalie).
Besonders interessiert ihn der Stupor und die perniziöse Katatonie: Was ist so gefährlich daran? (Der Katatone verdurstet und verhungert) Wie behandelt man das? (Neuroleptika) Und wenn Medikamente nicht wirken? (Elektrokrampftherapie)
Atemdepression als Komplikation nannte ich fälschlicherweise – war aber nicht schlimm – sogleich schloss der Prüfer die Frage an, wo die denn vorkäme. So landeten wir bei der Heroinintoxikation und bei Abhängigkeit überhaupt.
Zu Heroin wollte er wissen: Wie wird man davon abhängig? Wie kommt man davon los? Was, wenn der Patient nicht zum Entzug motiviert werden kann? Was sind die Vorteile von Methadon? Was geschieht in einem Methadonprogramm? Welche körperlichen Folgen hat der jahrelange Konsum von Methadon? (Gar keine! Mit Methadon kann man alt werden. Aber das müssen Sie nicht wissen!)
Aber: Welche körperlichen Folgen hat der übermäßige Konsum von Alkohol? (Das ganze „Programm“)
Welche psychiatrischen Erkrankungen kann Alkohol verursachen?
Was ist ein Delir?
Wo kommt es noch vor außer bei Alkoholentzug?
Letzte Frage: Wo ist die Grenze für Sie als Heilpraktiker erreicht, wo Sie weiter verweisen müssen? Er meint die psychiatrischen Notfälle. Nachdem ich einige aufgezählt habe, freut er sich, dass ich noch „Suicidalität“ nenne. Darauf wollte er hinaus.

Protokoll 2:
Welche Krankheitsbilder gibt es. die einen Zwang enthalten können?
Woran erkennt man eine Zwangserkrankung?
Mit welchen Psychopharmaka behandelt man Zwang?
Wo liegen die Ursachen für Zwangserkrankungen?
Welche Formen der Depressionen gibt es?
Mit welchen Psychopharmaka behandelt man Depressionen?
Welche psychischen Probleme in dem Zusammenhang mit Geburt kennen Sie?
Wie erkennen Sie eine Psychose?  
Schildern Sie ausführlich das Unterbringungs- und Betreuungsgesetz.
Schildern Sie qualitative und quantitative Bewusstseinsstörungen.
Erläutern Sie folgende Begriffe:
Mehrfachabhängigkeit, wie nennt man das noch?
WHO-Kriterien
Suchterzeugende Substanzen
Typen nach Jellinek
Phasen der Alkoholabhängigkeit
Wernike-Encephalopathie
Korsakow-Demenz
Organische Persönlichkeitsänderung
Delir

Protokoll 3:
Motivation für den Beruf HPP?
Wie will ich arbeiten?
Erklären Sie den Begriff „Minussymptome“
Diagnostik nach ICD 10 für PTBS
Diagnostik nach ICD 10 für Borderline Persönlichkeitsstörung
Symptome einer Manie nach ICD 10
Wie sieht eine bipolare Störung aus?
Was machen sie bei Suizidgefahr?
Was ist der wesentliche Faktor der psychoanalytischen Therapie?
Welche Formen der Schizophrenie kennen Sie?
Nennen Sie Symptome der katatonen Schizophrenie.
Nennen Sie Symptome der Hebephrenie.
Nennen Sie Symptome der Schizophrenia Simplex.

Protokoll 4:
Direkteinstieg in die Psychiatrie – keine Fragen zu Motivation, warum HP, was damit anfangen, was darf der HP Psych. – was darf er nicht  usw.
Fragen:
  1) Sind Sie schon einmal auf psychiatrisch auffällige Menschen getroffen?
      Womit hatten Sie es da zu tun?
  2) Welche psychischen Störungen kennen Sie sonst noch?
  3) Sie nannten exogene Psychosen. Welche kennen Sie?
  4) Wie ordnen Sie die Demenzen ein?
  5) Welche Formen von Demenz kennen Sie?
  6) Was ist die vaskuläre Demenz?
  7) Welche Verursacher / welche Ursachen genau bei vaskulärer Demenz?
  8) Woran kann ein Laie die vaskuläre D. erkennen? Wie nennt man das im Volksmund?
  9) Welche klinischen Unterscheidungsmöglichkeiten?
10) Was ist die häufigste Demenz-Form?
11) Beschreiben Sie die Symptome der Demenz?
12) Wie grenzen Sie Affekt-Labilität von Affekt-Inkontinenz ab?
14) Was passiert in der Endphase der Demenz?
15) Wechsel zum psychogenen Formenkreis: Welche Störungen kennen Sie da?
16) Welche Zwänge sind Ihnen bekannt?
17) Was passiert da im Menschen? Was ist die Ursache?
18) Wie werden Zwänge therapiert?
19) Wie definieren Sie Anpassungsstörungen?
20) Was kennzeichnet Belastungsstörungen?
21) Welche Persönlichkeitsstörungen gibt es?
22) Welche Ursachen hat die Borderline-Störung?

Allgemeiner Hinweis:
Man sollte die Finger vom Thema : Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie lassen!!! Ausnahme: man hat in diesem Bereich eine spezielle Ausbildung absolviert.
Eine Kollegin vor mir hatte dies selbst zum Thema gemacht. Was da los war kann ich nicht sagen, aber sie kam vollkommen fertig, angespannt und aufgelöst (nach 60 Min) aus dem Raum. Obwohl sie bestanden hat.
Also nun auch der Rat von meiner Seite als ehem. Prüfling: Keine Kinder- und Jugendliche selbst zum Thema machen. Unnötiger Stress!!!!!!!!

Weitere Infos zum Thema mündliche Prüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie Protokolle folgen demnächst auf dieser Internetseite.

Mündliche Prüfung zum Heilpraktiker Psychotherapie Protokolle Teil 2.

Bei Fragen zum Thema wenden Sie sich bitte an das Institut für Kommunikation und Gesundheit – Bernhard Tille Tel. – 06172-689992 oder per E-Mail an: info@nlp-trainings-tille.de .