Der Dämmerzustand ist eine qualitative Bewusstseinsstörung.

Der Betroffenen wirkt abwesend, vom Bewusstsein her eingeengt; er ist allerdings nicht bewusstseinsgetrübt. Kennzeichnend ist die Ausrichtung auf inneres Erleben sowie die verringerte Ansprechbarkeit auf Außenreize.

Man unterscheidet zwischen dem geordneten und ungeordneten Dämmerzustand. Es wird je nach Stärke der Ausprägung einzelner Symptome unterschieden zwischen :
a) geordneter Dämmerzustand = sehr schwer zu erkennen, da nur geringe Abweichungen vom Normalzustand vorhanden
b) ungeordneter Dämmerzustand = stärkere Ausprägung der Einschränkungen.

Folgende Symptome können beim Dämmerzustand auftreten:

•    Bewusstsein ist eingeengt!
•    Betroffener ist i.d. Regel noch handlungsfähig, aber unbesonnen – über Minuten oder Monate
•    momentaner Bezug zum sonstigen Denken oder sonstiger Motivation ist unterbrochen
•    Abspaltungen von sonstigem Bewusstsein bzw. Unterbrechung des sonst fließenden Bewusstseins
•    verminderte Wahrnehmung
•    teilweise Desorientiertheit
•    Aufmerksamkeit ist nach innen gerichtet – die Betroffenen wirken wie in einem tranceähnlichen Zustand
•    Illusionäre Verkennung der Umgebung
•    kann in Terminalschlaf übergehen
•    partielle oder komplette Amnesie 
•    Übergänge zum Delir möglich

Vorkommen z.B. bei Fieber, Epilepsie, pathologischer Rausch, Schädel-Hirntrauma oder als psychogener Dämmerzustand z.B. bei Schock = rein durch psychische Belastung verursacht.

Außerhalb der Psychopathologie treten Dämmerzustände z.B. nach dem morgendlichen Erwachen und in Hypnose auf.